Training mit dem Pferd: Arbeit am langen Zügel

 


 

Mein P.R.E. Hengst Zurito hatte bisher noch keinerlei Erfahrung mit der Arbeit am langen Zügel. Um einen feineren Draht zu ihm knüpfen zu können, wollte ich es damit versuchen. Obwohl er noch nie nach mit getreten hatte, beherzigte ich doch den wichtigen Rat eines befreundeten Ausbilders: Laufe niemals direkt hinter einem Pferd her, es kann dir mit Leichtigkeit das Schienbein brechen.


Die Hände liegen IMMER links und rechts der Kuppe. Ein paar Mal mit der Zunge schnalzen und Zurito versteht was ich von ihm will und läuft los.  Mit den langen Leinen ist eine konstante Anlehnung sehr schwierig. Folgen meine Hände beim Mitlaufen nicht sofort Zuritos Bewegungen, schlackern die Zügel. Die Verbindung zwischen meinem Pferd und mir geht flöten. Zurito nutzt den Spielraum, hebt den Kopf und entzieht sich den Hilfen.
Weil Zurito am Anfang noch unsicher ist, lenke ich ihn zur Bande. Anfangs nehmen wir den Zaun als Begrenzung, der gibt dem Pferd Anlehnung und Sicherheit. Das funktioniert ganz prima. Bereits kurze Zeit später versteht Zurito um was es geht und lässt sich brav in alle Richtungen dirigieren. Eigentlich ganz einfach...oder?


Theoretisch zumindest! Denn in Wirklichkeit sieht das ganze folgendermaßen aus:
Obwohl ich versuche im Gleichschritt mit der Hinterhand mitzulaufen, hopse ich eigentlich nur hinter ihm her um Schritt halten zu können. In den ersten Tagen der Übung war das Ergebnis nicht besonders zufriedenstellend. Aber bereits nach kurzer Zeit wurde das Ergebnis immer besser.
Inzwischen funktioniert es meistens sehr gut und hat mir dadurch beim Reiten eine bessere Verbindung zu ihm gegeben. 

 

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