Mögliche Vergiftungsgefahren durch chemische Mittel und Einstreu


 

 

Vergiftung durch chemische Mittel:

 Wer glaubt nur giftige Pflanzen, Sträucher oder Gehölze bergen tödliche oder gesundheitsschädigende Gefahren für unsere Pferde, der irrt sich. Auch verdorbene, ungeeignete Futtermittel, giftige Einstreumaterialien oder chemisch behandelte, gestrichene Zäune oder Boxenwände können lebensbedrohende Erkrankungen verursachen.

Owohl im Bereich der Pferdehaltung grundsätzlich keine giftigen Farb- oder Holzanstriche verwendet werden sollten, kommt es dennoch immer wieder zu Vergiftungen durch frisch gestrichene Holzzäune oder Boxenwände. Dabei sind Blei, Kreosol und Phenol die am häufigsten enthaltenen giftigen Substanzen in den Anstrichmitteln.

Eine Bleivergiftung äußert sich durch Krämpfe, Abmagerung und taumelnde Bewegungen; je nach Schwere der vergiftung kann es zur Erblindung kommen. Phenol- und Kreosolvergiftungen führen zu beschleunigtem Puls, Appetitlosigkeit, Kolik und Verstopfung

Bei rechtzeitiger Behandlung durch den Tierarzt kann das Pferd gerettet werden, jedoch ist nicht auszuschließen, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen als Spätfolge zurückbleiben.

 

Gefährliche Einstreu:

Außer der Stroheinstreu dürfen Pferde generell alle anderen Arten von Einstreu (Hanf, Holzspäne, Flachs oder Lein) nicht fressen, da schwer wiegende Koliken die Folge sein können. Besonders vor gehäckselter Spanfaserplatte mit darin enthaltenem Leimanteil, muss gewarnt werden. Es sollten nur für die Tierhaltung vorgesehenen Späne verwendet werden, da hier keine Hölzer verarbeitet werden, die mit Holzschutzlasur behandelt wurden.

Damit die Pferd nicht aus Hungen oder Langeweile die Einstreu fressen, muss immer genügend Rauhfutter zur Verfügung stehen.

Weitaus gefährlicher sind Vergiftungen durch Rindeneinstreu (für Paddock oder Reitplatz), wenn sich drunter die Rinde von Robinien (wir auch als falsche Akazie bezeichnet) oder anderen Gifthölzern befindet. Diese Rinde ist hochgiftig!!! und führt zu schweren Erkrankungen bis hin zum Tod.

Beim Einkauf von Rindenmulch sollte man sich schriftlich versichern lassen, dass darin keine giftigen Gehölze enthalten sind.

 

 

 

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